Google News: Quellen anpassen – Verlage entfernen.
Vor einiger Zeit schon schrieb ich einen Artikel darüber, wie man mit Google News bewirken kann, daß Nachrichten einiger Verlage nicht oder zumindest nur sparsam angezeigt werden: "Tschüss FAZ und SZ", http://blog.xwolf.de/2011/02/15/tschuss-faz-und-sz/
Mit dem gestrigen Update von Google News hat sich eben diese Funktion stark verbessert. Nunmehr kann man eine Gewichtung angeben zu Newsquellen. In der Skala geht diese nun von "nie" bis "häufig".
Somit ist das eine gute Gelegenheit, den Wünschen der Verlage nach einer Nicht-Verlinkung nachzukommen (vgl: "FAZ" und "SZ" wollen nicht zitiert werden", http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,745378,00.html) und sie aus der Newsübersicht zu werfen.
Hier nochmal eine Übersicht der verschiedenen Umsetzungen und Artikeln, wie man die dynamischen facebook-Button (und auch andere, wie das von Plus oder Tweet) einbinden kann.
Bzgl. der Einbindung einer reinstatischen Variante schrieb ich ja bereits vorher schon etwas.
Einsatz: Hinweise , Demo und Download
Die Lösung von Jens Ferner bietet ein WordPress-Plugin an, welches in Zusammenarbeit mit einem anderen Plugin zur Verwaltung von Sozialen Buttons, diesen eine Abfrage vorstellt.
Das Plugin steht seit einigen Tagen bereits zum Download bereit.
Sehr schön finde ich, daß seine Lösung unobstruiver ist und der Text mit den Hinweis per default auf der Websiete und nicht etwa in einen gehoverten Kasten erscheint. Dadurch ist das etwas Barrierefreier als die Lösung vom SWR.
Ebenfalls gut finde ich seinen Text mit Verlinkung.
Leider bietet er keine so einfache, smarte Lösung an, wie man bei einer einmal genemigten Erteilung, diese wieder zurückzieht. Da ist die Lösung von Heise schöner:
Jürgen Kuri von Heise führte eine Lösung ein, in der man selektiv die jeweiligen Buttons anwählen kann und jederzeit wieder die Erlaubnis leicht entziehen kann.
Leider verwendet Heise etwas optisch unschöne Icons; Wenn man mehr als nur die Twitter, Facebook und Plus darstellen wollte und alles etwas kompakter haben möchte, sollte man da noch etwas feintunen.
Update (06.09.2011): Heise bietet seine Lösung nunmehr unter folgender Seite zum Download an: http://www.heise.de/extras/socialshareprivacy/
Neben den jetzigen Buttons würde ich mir von Heise zusätzlich noch wünschen, daß man ebenfalls Websiteübergreifend entscheiden könnte, ob man auch den Zählpixel des IVW erlauben möchte.
Was mir auch so gut nicht gefällt ist, daß die Heise-Lösung allein auf JavaScript basiert. Da gilt es, bessere Lösungen zu machen, die auch bei ausgeschalteten JavaScript funktionieren, auch wenn in solchen Fällen der Einbau des Original-Like Buttons eh Unsinn wäre und man dann stattdessen nur den Share-Link macht.
Übrigens gab es schön länger auch von Webworkern entsprechend ähnliche Lösungen zu der Problematik insgesamt und zu dem Like-Button im besonderen.
So gibt es beispielsweise für WordPress das Plugin Sozialize welches in seiner Grundeinstellung dem Admin der Site erlaubt zu entscheiden, welches von den vielen Möglichkeiten ein Button einzubauen, berücksichtigt werden soll.
In der aktuellen “Diskussion” um Google Streetview werden Ängste geschürt.
Dies erfolgt einerseits absichtlich (Politiker-PR + wirtschaftlicher Interessen von Unternehmen, die nicht zu Google gehören), andererseits aus mangelnder IT-Kompetenz seitens von Journalisten (vgl: Dank Jennifer Koch stehen sie nun mit Namen UND Haus suchbar im Internet…).
Meines Erachtens tut niemand sich und der Sache einen Gefallen, der versucht in dieser hysterisch gewordenen Diskussion mit Hilfe von Aktionismus, politischen Statements oder gar Anträgen mitzumischen.
Stattdessen muss man die Menschen aufklären und das entsprechende Wissen fördern.
Dies kann nur geschehen, indem man auf die Leute zugeht und es ihnen erklärt, was heute möglich ist. Indem man ihnen nicht nur die Nachteile eines Teilaspekts einer Anwendung zeigt, sondern auch die Vorteile.
Indem man Leute überzeugt, das Transparenz keine Bedrohung sondern Gewinn sein kann. Das man den Leuten beibringt, wo und wie man eine Linie zieht zwischen “persönlich öffentlich”, “privat öffentlich” und “privat nichtöffentlich”.
Die Datenschützer, die in den vergangenen Jahren aktiv waren und es noch sind, haben an dieser Stelle ihres Aufgabengebietes leider vollkommen versagt.
Viele Datenschützern wissen auch nichts von ihrer gleichzeitigen Stellung als Beauftragte für Informationsfreiheit. Denn darüber wurden sie nie informiert, noch ist dies etwas, was gern gesehen wird und leicht durchsetzbar ist. Die meisten behördlichen Datenschützer waren daher in den vergangenen Jahren nur als Datenverhinderer tätig, die sich meist gegen berechtigte und begründete Informationansprüche der Öffentlichkeit wendeten.
Als Beispiel verweise ich nur auf die unzählichen Urteile gegen Datenschützer
zu öffentlichen Meinungsbewertungsportalen. Wer im Netz suchen mag: Urteile zur Plattform MeinProf, zu diversen Bewertungssites, etc pp.
Wie auch immer: Von Seiten der behördlich bestimmten Datenschützer gab es in den letzten Jahren allenfalls öffentlichkeitswirksame CONTRA-Meinungen zu neuartigen Onlinedinesten. Es gab aber kaum bis keine Tätigkeiten die zur Aufklärung, zur Bildung oder zu einem Mehr an Informationsfreiheit führten.
Noch schlimmer: Viele Datenschutzbeauftragten, insbesondere solche die eine reine Juristenausbildung genossen, aber wenig bis keinen Kontakt zur IT hatten, handeln nicht viel mehr als bürokratische Türsteher:
Gut ist nur, was vorher bei Ihnen formal beantragt wurde. Egal, welchen Inhalt es hat.
Wenn die Formalität des Antrags erfüllt wurde, ist das beantragte System gut. Wenn es nicht oder zu spät beantragt wurde, sieht der zuständige Datenschützer es als Angriff auf sich selbst und das betreffende System wird als schlecht angesehen.
Aufgrund der mangelnden IT-Ausbildung (meist reine Juristen) haben viele Datenschützer auch kaum Gelegenheit, eine andere Entscheidungsmethodik als diese zu finden.
Datenschutz besteht in der Praxis also meistens aus der Verhinderung jeglichen Datenflußes. Ein potentieller Missbrauch von Daten dagegen wird durch Datenschützer so gut wie nie behandelt, verfolgt oder gar aufgedeckt.
Personenbezogener Datenschutz fängt jedoch bei den Menschen selbst an.
Das die Menschen wissen, was ihre informationelle Selbstbestimmung ist, dass die sowas haben, aber auch wo dessen Grenzen sind.
Wo ist denn bitte die Grenze bei Google Streetview, wenn zwei Besitzer einer Immobilie in einem Haus unterschiedliche Meinung haben? Der eine will dass das Haus im Netz sichtbar ist und macht auch gern
Fotos, der andere will die Hauswand nicht zeigen?
Welches Recht gilt höher? Etwa das Recht desjenigen, der gerade diverse Redakteure von Leitmedien auf seiner Seite hat? Und wo ist die Grenze zu ziehen, wenn die Tochter des einen Besitzers, der nicht in Google Streetview erscheinen will, in Facebook Bilder hochläd, wo das Haus ebenfalls zu sehen ist. Zusammen mit Daten zu ihr selbst?
Und von der Panoramafreiheit will ich jetzt garnicht anfangen zu schreiben.
Für Leute, die aufgrund er laufenden Diskussion unbedingt meinen, politische Anträge oder theoretische Leitbilder formulieren zu müssen:
Dann tut das, aber an der richtigen Stelle. Nicht in erster Linie bei der Frage nach Datenschutzgesetzen, sondern nach der Frage der mangelhaften Ausbildung, der Frage nach dem fehlenden Abstraktionsvermögen vieler Bürger gegenüber Nachrichten.
Solange viele Menschen nicht in der Lage sind, Nachrichten von einzelnen Medien skeptisch zu bewerten und mit anderen Informationen zu vergleichen, solange werden die durch Leitmedien publizierten Halbwahrheiten das Meinungsbild der Menschen bestimmen und lenken.
Das Google bei diesen Leitmedien schlecht wegkommt verwundert nicht. Unterschwellig dürfte da ein tiefsitzenden Groll von Medienunternehmen und Journalisten gegen die Firma vorliegen, nachdem vor Jahren das Angebot Google News herauskam. Denn dies ist eine der wenigen Möglichkeiten wo jeder Mensch einfach und schnell vergleichen kann, welche Medien wirklich Recherche treiben, welche voneinander abschreiben und welche ungewollte Informationen weglassen. Wo also die Arbeit oder genauer gesagt, die mangelhafte Arbeit von Redaktionen sehr transparent wird.
Ebenfalls politisch zu hinterfragen wäre die Art der Berichterstattung der öffentlich-rechtlichen Sender. Gerade diese haben enormen Einfluß auf das öffentliche Meinungsbild. Daher haben gerade diese ausführlich und vollständig zu berichten. Die jetzige Berichterstattung tut dies jedoch nicht, bzw. fängt diese erst jetzt an, Informationen nachzuschieben, die schon in der Meinungsbildungsphase eine Rolle gespielt hätten. Z.B. der Hinweise auf Microsoft Bing, auf die Arbeit von Scoringunternehmen etc.
Lange Rede, kurzer Sinn:
Die Diskussion um Google Streetview basiert auf Ängsten. Um diesen Ängsten zu begegnen bedarf es Aufklärung und Wissen. Erst aufgrund dieser Grundlage können Entscheidungen gefällt werden, die jeweils auf privater, persönlicher, wirtschaftlicher oder politischer Ebene sinnvoll sind.
Und weil es hier so schön passt, dieses Video:
Jeglicher politischer Aktionismus der jetzt auftritt, entlarvt dagegen lediglich solche, die über eine mangelde IT-Kompetenz verfügen. Denn wäre es anders, wären sie nicht überrascht über das Thema, sondern wären schon viel länger da dran gewesen.
Nachdem ich heute wieder (und schon einige Male davor) von einer GoogleMap genervt wurde, hab ich mich der Sache mal genauer angenommen. Mit dem Ergebnis: GoogleMap raus, OpenStreetMap rein.
Die GoogleMap verwendete den ganz normalen Google Code wie er auch dokumentiert wurde. Zusätzlich wurden Marker mit Hilfe einer XML-Datei gesetzt.
Diese Dateien sahen dann wie folgt aus:
Eigentlich ist die Syntax nicht so schwer begreiflich. Aber die Tücke liegt im Detail. Die Datei wurde von mehreren Kolegen bearbeitet, die überdies nicht in einer homogenen Arbeitsumgebung sind. Einer griff via vi aus der Unixshell drauf zu, der andere via Notepad von Windows und wiederum jemand anders über ein ganz anderes Tool.
Das Problem war: Das JavaScript erwartet eine valide XML-Datei. Sobald jedoch Sonderzeichen nicht mit UTF8, sondern mit einem anderen Charset gespeichert wurden oder jemand anders -in Kenntnis des Problems, dass sein Editor unter Windows nicht in UTF8 zu speicherte- Entities verwendete, wurde die Datei nicht interpretiert und die gesamte Karte wurde nicht gezeichnet.
Die Karte wurde also nur dann erstellt, wenn keine entweder keine Sonderzeichen vorhanden waren, oder diese ganz streng nur in UTF8 geschrieben waren.
Jemand, der nur auf einem Betriebssystem wird nun die Schultern zucken und sagen: “So what?!”.
Aber wer wie ich in einem heterogenen Umfeld arbeitet wird wohl mitfühlen können. Einige Editoren haben nicht einmal eine Konfigurationsmöglichkeit bei der man angeben kann, in welchem Charset gespeichert wird! Die übernehmen dann im Bestfall dass vom Betriebssystem (was auch nicht unbedingt optimal sein muss. Windows-Charset, you know?).
Andere Editoren (Dreamweaver CS3) haben zwar die Konfigurationsmöglichkeit, in UTF8 zu speichern, tun dies aber nur für neue Dateien. Wenn ich damit eine Datei öffne, die bereits im Windows-Murkschar gespeichert ist, läßt es das so wie es ist undich hab trotzdem keine Portierungsmöglichkeit.
Nun ja, lange genug gejammert.
Ich bin schlicht auf OpenStreetMap umgesteigen.
Mit den OpenLayer POI wird das Problem einfach dadurch umschifft, indem man als Quelle für Marker eine Textdatei nimmt.
Mit der Methode OpenLayers.Layer.Text wird diese Datei eingelesen und interpretiert.
Eine Textdatei, bei der man lediglich darauf achten muß, Tabstops richtig zu setzen, stellt für normale User auf alle Fälle eine Erleichterung dar gegenüber einer XML-Datei.
Jemand hatte bei Bing und Google nach dem Satz “Why is Microsoft Offoce so expensive” gesucht und kam zu ganz unterschiedlichen Ergebnissen. Siehe Screenshots auf why-is-microsoft-office-so-expensive-dont-ask.
WB hat schon darauf hingewiesen, dass auch bei der deutschsprachigen Suche hier unterschiedlichen Ergebnisse kommen. Was aber noch witziger ist, ist neben den Ergebnissen von Bing und Google noch das von ASK.com zu stellen. Der erste Treffer von ASK.com mutet schon fast an eine intelligente Gegenfrage an.
Ich hab auch noch mit den Satz “Warum ist Microsoft Word so teuer” gesucht: