Webworking

Zurück zum Webworking

Anfang des Jahres kam es leider auf meiner Arbeit bei einem Kollegen und Abteilungsleiter zu gravierenden gesundheitlichen Problemen. Dies hatte die Folge, daß -mal wieder- alle meine eigenen Projekte und Zeitpläne um den Haufen geschmissen wurden, denn ich muss seither nicht allein nur mehr der Leiter der Webgruppe, sondern auch als Abteilungsleiter tätig sein. Dementsprechend sieht man diesem Blog durchaus die Folgen an: Seit Anfang des Jahres kommt es nur noch selten zu Beiträgen.

Dabei gibt es laufend durchaus wichtige Themen, die ich ansprechen könnte.
Seien es Geschenisse run um die aktuelle Netzpolitik, oder diese vermeintlich neuen, aber doch eigentlich alten Ideen der jungen wilden Datenschutz-Spackeria. Oder seien es aktuelle technikbezogene Themen, wie die sich etablierende Community der App-Entwickler, die mit ganz neuen Anwendungsmöglichkeiten auch die Welt der klassischen Webanwendungen neue Impulse geben.

So langsam beginnen sich die Verhältnisse jedoch zu beruhigen und ich finde auch wieder Zeit um mich um meine „Wurzeln“ zu kümmern. Was auch dringend notwendig ist: Der höhere Anteil an Management-Tätigkeiten die ich ausführen muss(te), führt(e) dazu daß ich weniger Zeit für das Erlernen oder Einlesen in neue IT-Trends hatte. Was sich schmerzlich merkbar machte in weniger Kompetenz in eben diesen Dingen. Es ist erschreckend zu sehen und selbst zu erfahren, wie schnell man bei einigen Themen nicht mehr in der Tiefe mitreden kann.
Auf der anderer Seite gibt es natürlich den positiven Effekt, daß man deutlich mehr über den Tellerrand zu schauen beginnt und einzelne IT-Projekte viel bessere miteinander in Relation zu bringen vermag und fruchtbar miteinander koordinieren kann.

Ich sehe es also mit einem weinenden und mit einem lachenden Auge: Zum einen „darf“ ich aus zeitlichen Gründen eigentlich kaum noch selbst programmieren und sehe da meinen eigenen schleichenden Wissensverfall; Auf der anderen Seite macht es Spaß und inspiriert es, bei vielen Projekten zu gestalten oder gar zu steuern. Hier wiederum ist eine Lernkurve nach oben feststellbar.
Das hört sich jetzt so an, als ob ich erst ab diesem Jahr IT-Projekte leitete. Das stimmt natürlich nicht. Das erste größere IT-Projekt an dem ich maßgeblich beteiligt war und bei dem ich für das komplette Backend zuständig war, liegt bereits fast 15 Jahre zurück! Doch da und bei den vielen Folgeprojekten nahm ich fast immer nur die Stellung des IT-Architekten oder Chefentwicklers ein. Mir unangenehme Tätigkeiten (also solche, die weniger mit Technik zu tun hatten, wie beispielsweise Marketing, Personalverwaltung, Controlling, Koordination, etc pp.) schob ich allzugern an andere ab. Das kann ich jetzt allerdings nicht mehr tun. Und aufgrund eines gewissen norddeutschen Charakterzuges, der sich in dem Satz „Wat mut, dat mut!“ ausdrückt, mag ich zwar drüber offen stöhnen, aber getan wird es dennoch von mir.

Doch genug von dieser Selbstbeweihräucherung, dies ist schließlich keine Bewerbung für XING.
Eigentlich könnte ich diesen ganzen Beitrag einstampfen auf eine Twitter-Nachricht mit 139 Zeichen:
„Hatte viel zu tun; Will wieder mehr schreiben. Manager sind nicht immer nur Pointy-Haired. Nur, wenn sie vorher kein Informatik studierten.“

Auf der Arbeit hab ich zwar kaum noch Zeit für eigenen Programmiertätigkeiten; Das hindert(e) mich aber nicht, mich in der Freizeit da doch noch zu betätigen. Ich kam nur nicht dazu, darüber zu schreiben. Zum Beispiel über den Signaturgenerator für eine WOW-Gilde, bei dem ich nicht nur den einfachen Perl-Code schrieb, sondern mit Photoline auch noch die grafischen Vorlagen; Oder zum Beispiel die Artikel darüber, wie man Fake-Identitäten anlegen und betreiben kann, damit man soziale Netzwerke auch dann nutzen kann, wenn man dabei diesen nicht eine verwertbare Fußspur hinterlassen möchte. Oder das Beispiel eines Robots für das Auslesen beliebiger Feeds und Verkürzen dieser um sie dann aggregiert auf Twitter zu posten (natürlich mit OAuth-Nutzung inklusive).

Derzeit befinden sich 5 Artikel im Entwurfsstatus. Mal sehen welcher zuerst kommt?
Vielleicht ja auch ein ganz anderer. Vielleicht auch keiner. Vielleicht will ich auch noch was ganz anderes vorher fertig stellen… ,)