Tastaturnavigation in den Kommentaren eines WordPress-Blogs

Vor einigen Tagen wies mich +Kerstin Probiesch auf ein Problem bei Kommentaren in einer WordPress-Installation hin:
Bei Kommentaren gibt es die Option einen Link zur Antwort auf den speziellen Kommentar einzubauen.
Bei einem Klick auf diesen Link “Antworten” wird mittels JavaScript direkt unter dem Beitrag das Formular angezeigt.
Das Problem ist nun, daß der Cursor dabei schon einen Focus auf das Texteingabefeld des Formulars bekommt. Die Idee ist da wohl, dass man so gleich lostippen und den Kommentar beantworten kann und später dann Namen und E-Mail angibt.
Dies ist für Benutzer, die eine Maus benutzen können auch in Ordnung.
Leider verlangt das Kommentieren eines Artikels in der Regel auch die Eingabe eines Namens und einer E-Mail. Diese befindet sich jedoch in der Reihenfolge der Eingabefelder vor der Texteingabe. Und da der Tastaturbenutzer meist nicht rückwarts tabben kann, folgt nun das doch recht nervige Problem: Der Benutzer muss die gesamte Website von vorne durch-tabben- bis er wieder zum Formular angelangt ist und dort dann sein Name und seine E-Mail nachzutragen.
Wenn der Blogbeitrag viele Kommentare hat, macht der Benutzer das bestimmt nicht häufig. Wenn überhaupt.

Das klingt alles etwas abstrus. Am Besten erfährt man dies, indem man selbst mal ein Standard- WordPress-Blog, welches diese Funktion hat (in den Themes TwentyTen und TwentyEleven müsste es aktiv sein).

Wie kommt es nun dazu und was kann man dagegen tun?

Im Theme wird dabei die Funktion comment_reply_link() verwendet. (vgl: http://codex.wordpress.org/Function_Reference/comment_reply_link)
Diese Funktion fügt den Link ein, der einen JavaScript-Aufruf enthält. Der JavaScript-Aufruf läd das Formular bei Klicken nach und setzt dann noch einen focus() auf das Textfeld mit der CSS-Id “comment”.
Die JavaScript-Anweisungen befinden sich in der Datei wp-includes/js/comment-reply.js .
(Diese Datei ist “mimified”. Wer sie sich genau anschauen will, sei auf die Datei comment-reply.dev.js verweisen, dei im selben Verzeichnis liegt).

Wer ein Theme baut, sollte zwei Lösungen in Betracht ziehen:

  1. Die Funktion garnicht erst benutzen. In dem Fall wird sich auch kein Kommentarthread aufbauen, sondern die Kommentare werden flach auf einer Ebene aufeinander folgen. Die Referenz von einem Kommentar zu einem anderen ist damit allerdings nicht mehr gegeben.
  2. Das Skript muss angepasst werden.
    Dies sollte man jedoch tunlichst nicht in der Originaldatei tun. Wer ein neues Theme baut, sollte sich das Skript in sein eigenes Theme-Verzeichnis kopieren und darin die Änderungen vornehmen.

 

Wir passen also das Skript an. Denn auskommentieren ist ja bekanntlich keine Lösung :)

Zunächst zum Skript:
Die einfachste Änderung besteht darin, den Fokus zu ändern auf die Id “commentform“. Damit wird der Fokus auf den Anfang des Formulars gesetzt, denn dieses ist die ID, die das <form>-Element erhält.
Am Ende des Skriptes wird also die Anweisung

try{m.I("comment").focus()}

gesucht und durch

try{m.I("commentform").focus()}

ersetzt.

Um das nun geänderte Skript in dem Theme zu aktivieren, müssen als nächstes in der functions.php folgende Zeilen ergänzt werden:

wp_deregister_script('comment-reply');

Hiermit deaktivieren wir das bisherige Skript aus wp-includes .

wp_register_script('comment-reply', get_template_directory_uri()."/comment-reply.js" , false);
 wp_enqueue_script('comment-reply');

Mit der ersten Anweisung gebe ich WordPress den Ort meines neuen Skriptes bekannt (in diesem Fall ist es direkt im Theme-Verzeichnis). Mit der zweiten Anweisung aktiviere ich es.

Das wars.
Und somit ist das WordPress-Theme wieder ein bischen barrierefreier geworden.

Dieser Artikel wurde auch auf G+ publiziert. Sie können sowohl hier, als auch dort kommentieren.

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Skandal

Skandal: Das BKA ist nach einem halben Jahr noch nicht fertig.

Hä? Wer erwartet denn Wunder?
Der Spiegel verkauft es jedenfalls als Meldung, daß das BKA noch nicht in der Lage ist eine Troyaner-Software zu liefern. Siehe: http://www.spiegel.de/spiegel/vorab/bundeskriminalamt-experten-scheitern-an-staatstrojaner-entwicklung-a-832812.html
Ach…?

Wenn im Herbst/Winter beschlossen wurde, dass das BKA die Software selbst entwickeln muss, dann kann das noch lange nicht fertig sein.
Das ist schlichtweg unmöglich. Allein schon aufgrund des aufwendigen Bewerbungsverfahrens im Öffentlichen Dienstes, dem lächerlichen Verdienstangebot für Bewerber (TVL oder TVÖD!) und die quasi noch gar nicht vorhandenen notwendige Infrastruktur die für Softwareentwicklung notwendig ist, kann das doch gar nicht gehen.

Wer soll denn auch den Projektplan entwickeln? Dieser Projektleiter braucht auch IT-Kenntnis. Und wo soll der herkommen? Vom Mond? Und bevor ein Plan da ist, kann noch gar keine Abschätzung über die Zahl der notwendigen auszuschreibenden Stellen gemacht werden.
Nur weil ein Innenminister mit dem Finger schnippt, tauchen diese Leute nicht einfach aus dem Nichts auf.
Und worauf sollen die entwickeln? Auf den Uraltschrott-PC-Park den das BKA sein eigen nennt? Auf dem verordneten Einheitssystem aus alten Windows und SAP? Und damit wollen die dann auch sicher auch die Entwicklung für Linux, MacOS etc pp. abdecken. Klar doch.
Sprich: Für diese Entwickler-Gruppe muss auch eine technische Infrastruktur geschaffen werden. Auch diese muss gepflegt werden. Von weiteren Leuten, die das können. Und dabei müssen und dies ist bei einer Behörde wie dem BKA sicherlich ebenso aufwendig auch alte Zöpfe abgeschnitten werden, die einheitliche Betriebssysteme auf allen Rechnern betreffen.

Also im ernst, wer wirklich glaubt, dass Software-Entwicklung so mal eben schnell machbar ist, der ist vom Mond. Oder besitzt eine reichlich naive Vorstellung von der IT.

Dieser Artikel wurde erstmalig auf G+ publiziert.

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Ist die Barrierefreiheit tot?

Es ist still geworden um das Thema Barrierefreiheit.
Das könnte in der Theorie zwei Gründe haben. Der erste Grund wäre positiv: Das Ziel wurde erreicht. Barrierefreie Webangebote gehören so sehr zum alltäglichen Standard, dass keiner mehr drüber reden muss. Es ist Teil eines jeden Webauftritts; Ähnlich wie ein Sicherheitsgurt im Auto ist es dabei und niemand kommt mehr auf die Idee, dass es etwas besonderes sei. Und kein seriöse Händler würde auf die Idee kommen, hierfür noch extra Geld zu verlangen.

Der zweite mögliche Grund wäre dagegen negativ: Wir haben den Kampf verloren.
Über Barrierefreiheit redet keiner mehr, weil man nicht mehr darüber reden will. Entwickler und webaffine Menschen, aber auch Designer haben sich von den vielen neuen und coolen Features die im Zuge der sozialen Netzwerke und der immer größeren Vernetzung kamen, becircen lassen. Hinzu kam auch, dass HTML5 und CSS3 nun endlich alltagstauglich wurden und ein riesigen Schatz und neuen Möglichkeiten eröffneten, die man ausprobieren möchte. Für Barrierefreiheit blieb und bleibt da keine Zeit.

Ich fürchte, dass zweite ist eingetreten: Die Barrierefreiheit im Internet ist todkrank. Und wenn noch nicht der Krankheit erlegen, so leidet sie doch nun an einer tödlichen Krankheit.

Nicht allein, dass viele Leute die sich in den letzten Jahren für das Thema einsetzten, kaum noch etwas dafür tun. Das Problem ist größer geworden: Durch das Nachlassen des Aufklärungsdrucks (kaum noch Artikel aus der Szene, keine oder wenige Schulungen oder Vorträge, dem Ende des einzigen seriösen Wettbewerb in Deutschland, dem BIENE-Award, der die Agenturen anstachelte etwas zu tun) einerseits und durch die fast völlige Sprachlosigkeit aus der Politik seitens der zuständigen Behindertenbeauftragten und der Verbände, ist das Thema nachhaltig aus dem Fokus verschwunden.

Es ist, als ob all die Arbeit die sehr viele Menschen zwischen 2001 und 2009 leisteten, nicht geschehen sei. Allenfalls einige wenige Relikte in Form von alten Webseiten und nur mehr mangelhaft betreuten Webprojekten sind übrig geblieben.

Wie sehr das Thema inzwischen aus dem Fokus von Webentwicklern oder netzaffinen Menschen entschwunden ist, spürt man deutlich, wenn man in Kontakt mit Entwicklern anderer Webprojekten kommt, bei denen für den Experten offensichtliche Mängel vorhanden sind.
Wenn ich die zuständigen Entwickler darauf ansprach, warum ihre Website denn nicht barrierefrei sei, erhielt ich nach einer kurzen sprachlosen Schockzeit die üblichen Antworten, wie ich sie auch aus dem Jahr 2004 noch kannte: Man wollt die Barrierefreiheit nachträglich noch hinzufügen, man sei nur noch nicht dazu gekommen. Oder aggressive Antworten, wie die, dass man von Projekten die ehrenamtlich geleistet werden, so was nicht erwarten könne und überhaupt würde der Vorwurf, dass man nicht barrierefrei sei, bestimmt nicht dazu beitragen, dass man dies verbessere…
Selten wurde auch unumwunden zugegeben, dass man davon überrascht wurde. Vor wenigen Tagen musste ich gar jemand, der seit einigen Jahren selbst im Netz ist und schon Internetprojekte mit überregionalen Bezug programmierte, erklären, welche gängigen Testverfahren es denn gäbe (BITV-Test 2 und WCAG 2.0 Konformitätsprüfung).
Das auch Leute mit den längst wiederlegten Märchen der Mehrkosten kommen, ist ebenfalls nicht mehr verwunderlich.

Mich störte bei den Antworten weniger die Gruppe derjenigen, die ehrlich zugeben, dass sie es nicht im Fokus hatten.
Viel mehr schockiert mich etwas, was selbst vor 10 Jahren nicht oder nur selten vorgekommen ist: Eine Art schulterzuckende Resignation im O-Ton:

Ja, wir sind nicht barrierefrei. Das ist nicht schön. Aber da kann man halt nichts machen.

Sehr ausgeprägt ist dieses Verhalten auch bei der Nutzung von Tools und Werkzeugen aus dem Social Media in der eigenen Website.
So zum Beispiel Captchas, bei denen eine Variante genommen wird, die keinen alternativen Zugang ermöglicht. Auf Anfragen, doch ein anderes zu nehmen oder dieses Technik ganz abzuschaffen, wird meist nicht reagiert. Ähnlich das Verhalten bei Fanpages in facebook. Einige dieser Pages sind so eingestellt, dass sie nur mit einem gültigen Login abgerufen werden können. Dabei ist eine öffentliche Nutzung durchaus möglich. Doch anstelle den “Aufwand” zu betreiben, diese eine Konfigurationseigenschaft umzustellen, werden unsinnige Gründe vorgeschoben, darunter die eigene Unwissenheit. Und oftmals kommt später dann auch hier keine weitere Reaktion.

Das unangenehme Thema belastet das Gewissen, deswegen will man nichts hören, nichts sehen und nichts lesen.

Und den Spiegel vorgehalten bekommen, mag schon niemand gern:
Geradezu Heuchlerisch wird das ganze Thema, wenn einige Website-Betreiber sich vorher noch in offenen Briefen gegen Extremismus und Diskriminierung wenden. Dann aber eigene Websites betreiben, die so gestaltet sind, dass zwischen 3 und 7% aller Menschen dort ausgeschlossen werden, dies durchaus wegen eingegangener Beschwerden wissen und trotzdem auf ein (kostenfreies!) Hilfeangebot zur Verbesserung der Situation nicht eingehen wollen.

Lange Rede, kurzer Sinn:
Was das Thema Barrierefreiheit angeht, hab ich den Eindruck, wir sind wieder im selben Zustand wie im Jahr 2004.
Mit einem gewichtigen Unterschied: Viele der alte Hasen, der Netizens, die damals das Thema vorantrieben, sind heute nur noch frustriert und wenden sich daher neuen Themen zu.

Man bedim len?
(Sindarin: Wohin gehen wir?)

Dieser Artikel wurde erstmalig auf G+ publiziert.

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Das neue G+ *Un*Design Also das neue Design von G+ gefällt mir noch immer nicht

Das neue G+ *Un*Design

Also das neue Design von G+ gefällt mir noch immer nicht. rechts ist zu viel White Space, während ich wegen der Nachrichten viel zu sehr nach unten scrollen muss um sie zu überfliegen.
Das ganze ist für mich definitiv nervig. Und damit verleidet es mir den Besuch hier. Das lässt mich unbewusst und bewusst G+ den Rücken kehren.

Gleichzeitig hab ich keine Lust, mir irgendein Userstylesheet (z.B. von http://www.userstyles.org) selbst zu machen oder eine zu installieren, wenn das ganze eh nur kurze Halbwertszeit hat.

Ich verstehe Google nicht, wie es zu dieser Entscheidung kommen konnte.Als es um die API ging, dauerte es Monatelang, bis diese ausreichend "würdig" erschien um sie rauszugeben. Und es kam auch eine gute API, die dann Schlag auf Schlag neu Dinge brachte. Viele Leute haben die API bis heute noch nicht vollständig genutzt für Anwendungen. Bspw. WordPress-Plugins, die aus eigenen Blogs hierhin Inhalte posten und umgekehrt die Inhalte synchron halten.

Die Aufschaltung des neuen G+ Designs jedoch kam "quasi" über Nacht.
Und dann in einem unfertigen Zustand: Wenn gesagt, mit dem Whitespace habe man noch was vor, dann mag dies so sein, aber trotzdem unterstreicht gerade diese Begründung ja eben, daß man etwas unfertiges rausgeworfen hat.

Weiterhin fühle ich mich auch durch den Hangout-Bereiche unangemessen bedrängt, diesen auszuprobieren. Ich will kein Chat von Google. Ich hab dazu meine eigenen bewährten Tools und Communities, die ausserhalb von Google liegen. Und ich will erst recht keinen Videochat. Ich benutze G+ als Arbeitsinstrument! Das bedeutet, es ist für mich eine Art Nachrichtenticker und Multiplikator für eigene Nachrichten. Nachrichten, die ich auf G+ poste, werden durch Nutzung der API und meines Skriptes Plus2Blog (https://github.com/xwolfde/Plus2Blog) automatisch auf mein Blog geschrieben, wenn sie eine Mindestlänge überschreiten.

Mein Nutzungsschwerpunkt von G+ liegt also in den Nachrichten. Dies verknüpft mit den Kreisen, die über den "Public"-Kreis hinaus eine zielgerichtete Steuerung spezieller Nachrchten ermöglichen.
Trotzdem wird etwa 1/5 der gesamten zur Verfügung stehenden Raumes für das Junkfenster mit dem Hangout verschwendet. Das mich andauernd mit Ausrufezeichen ( "Neu! Chatten Sie mit ihren Kreisen." ) zu etwas verleiten will, was ich definitiv nicht will. Das ist in etwa so, als ob man jeden Tag aufs neue von einem Werbevertreter besucht wird, den man jeden Tags auf neue sagen muss, das man sein Zeug nicht will.

Es wäre für G+ sicher ein leichtes, eine entsprechende Option anzubieten, bei der man die Spalten ein- oder abschalten kann.
Oder etwa die Option bieten würde, Bilder, die im Textbereich sind, auf der rechten mittleren Spalte zu zeigen, neben den Beitrag.
Ich mach sowas bei Webauftritten, bei denen oft die Frage nach neuen Spalten oder Bereichen kommt, die man via CSS entsprechend positioniert, täglich. Seit über 10 Jahren gibt es auch Styleswitcher, die es erlauben, Bereiche einer Website auszublenden.
Von daher kann man nur einen Schluß ziehen: Die Entscheidung, eine solche Option nicht anzubieten, war bewusst und absichtlich.
Gut, man mag als Betreiber ein Plattform Entscheidungen treffen, die nicht jeden gefallen. Aber wenn dies zu Lasten der eigenen "Kunden" und gegen aktuelle Trends ist?

Seien wir doch ehrlich. Der gesamte optische Aufbau von G+ erinnert an eine der alten Portallösungen zwischen 2000 und 2005: Feste Vorgaben der Rahmen und Fenster. Voreingestellte Bereichem die man nicht verschieben oder entfernen kann und große Icons, denen auch noch viel Platz drumherum eingeräumt wurde. Und ein Chat. Denn jedes Portal hat ganz natürlich ein Chat. Das ist ja so wichtig, daß jeder nur dieses eine Chat benutzt. Es gibt ja keine anderen. Nein, ganz sicher nicht… ROTFLCOPTER GTFO!
Das einzige was von den alten Portallösungen unterscheidet ist das Fehlen der obligatorischen Icons zum Verkleinern, Vollbild und Schließen der Fenster.

tl;dr
Das neue G+ Design ist derzeit absolute Grütze. Es ist nicht neu. Genausowenig ist der Chat neu, dessen Marketingausruf dieses seit Wochen von sich behauptet.
Die Frage ist: Werde ich mich an das neue Design gewöhnen und damit dann leben? Oder wird es mich so nachhaltig nerven, daß ich G+ mehr und mehr fernbleibe?

Es gibt bereits Antworten bei G+. Folgen Sie der Diskussion dort.


Oh, was für ein schlechter Design-Rebrush ist denn das hier von +Google Deutschland

Oh, was für ein schlechter Design-Rebrush ist denn das hier von +Google Deutschland . Der Content ist abgewertet im Inhalt, dafür haben Funktionen die ich garnicht verwendet zu viel Platz.

Gibt es schon Userstyles um das zu ändern?

Es gibt bereits Antworten bei G+. Folgen Sie der Diskussion dort.


WordPress als Multisite-CMS: Basisinstallation

Eine kurze Übersicht, was zu tun und zu beachten ist, wenn man WordPress als Multisite-CMS einsetzen möchte. (Zum Stand von WordPress 3.3).

 

1. Basisinstallation von WordPress

Zuerst gilt es natürlich, die aktuelle Basisversion von WordPress zu laden und die notwendigen Schritte zur Installation durchgehen; Darunter auch Datenbank einrichten etc.
Das Dokument beschreibt dies: http://codex.wordpress.org/Installing_WordPress

Zu beachten ist, dass man sich schon an dieser Stelle einen sinnvollen generischen Domainnamen für die Basisinstallationen wählen sollte, falls dieser dann später gegenüber den Autoren, Redakteueren oder anderen sichtbar werden sollte.

Beispiel:

cms.example.de   oder noch besser gleich auf  example.de . Die Subdomains bekommen dann:  name.example.de

2. Installation Sprachdatei

Möchte man die deutsche Oberfläche nutzen, ist die Installation der deutschen Sprachdatei und deren Aktivierung notwendig. Die dazugehörigen Schritte werden unter folgender Adresse beschrieben: http://doku.wpde.org/Installation_der_deutschen_Sprachdatei .

Möchte man gleich schon in Schritt 1  ein deutsches Bundle installieren, kann man dies auch tun. Auf der deutschen Projektwebsite findet sich im Downloadbereich ein entsprechendes Bundle zum Download  http://wpde.org/download/

3. Multisite akivieren

Als nächtes wird die Multisite-Funktion aktiviert. Das Vorgehen ist hier beschrieben: http://codex.wordpress.org/Create_A_Network .
Ergänzende Informationen dazu finden sich auch im Blog von Frank Bültge:

Obwohl man sich an alles gehalten hat, was die Anleitung vorgibt, kann es zu der Meldung kommen, dass ein Datenbankfehler vorliegt.  In diesem Fall hilft es, dies zusätzlich zu den anderen Anweisungen in der wp-config.php einzufügen:

define('MULTISITE', true);

(Siehe dazu auch: http://wordpress.org/support/topic/installing-multisite-yields-error-establishing-database-connection-error)

4. WordPress Mu Domain Mapping installieren und aktivieren.

Da wir in Schritt 3 bereits die Netzwerkinstallation aktiviert haben, müssen wir nun für die Installation neuer Plugins in den Netzwerkbereich wechseln. Dort rufen wir die Funktion “Plugins” – “Installieren” auf und geben in die Suchmaske  “WordPress Mu Domain Mapping” ein.  Das gefundene Plugin wird über die Oberfläche installiert.

Als nächstes sind folgende Schritte vorzunehmen:

  •   Kopieren von
    wp-content/plugins/wordpress-mu-domain-mapping/sunrise.php
    nach
    wp-content/sunrise.php
  •   in wp-config.php ergänzen:
    define( 'SUNRISE', 'on' );

5. Apache-Konfiguration

Im Apache ist die Konfig so anzupassen, dass der Domainname und Aliase auch zu der Blog-Site gehen. Bei einer Apache-Installation mit mehreren weiteren virtuellen Hosts, verwendet man einen Wildcard bei den Serveralliasen:

<VirtualHost *:80>
Servername cms.example.de
ServerAlias *.cms.example.de
..
</VirtualHost>

 

Wenn man keine anderen virtuellen Hosts betreibt, reicht der normale erste VHost-Eintrag des Apaches, der als Default auf die Bloginstallation verweist. Dies funktioniert aber dann nur für die Domains die dann auch wirklich mit einen Namen *.cms.example.de aufgerufen werden.

Wenn eine Domain aber mit Hilfe des Domainmappings einen anderen Namen zugewiesen bekam (z.B. blafasel.example.de oder eine ganz andere 2nd Level Domain www.meineigenertest.blub) muss dieser Name explizit als weiterer Serveralias eingetragen werden:

<VirtualHost *:80>
Servername cms.example.de
ServerAlias *.cms.example.de blafasel.example.de www.meineigenertest.blub meineigenertest.blub
..
</VirtualHost>

Wenn dann www.meineigenertest.blub aufgerufen wird, wird der VHost-Eintrag dafür sorgen, dass das WordPress CMS aufgerufen wird. In der Domain Mapping wird nachgeschaut, welcher Blog (mit einer angegebenen ID) dieser Domain zugeordnet ist. Zusätzlich steht da noch der Eintrag, ob die Domain ein Primary-Eintrag ist oder nicht.

Der Primary-Eintrag dient dabei zur Umleitung auf den jeweiligen Domainnamen, für den Fall dass einer der anderen möglichen Namen aufgerufen wurde.

Beispiel:

Die Blogsite test.cms.example.de wurde eingerichtet. Es erhielt die Id 2.
Nach der Erstellung werden unter Einstellungen -> Domains folgende Einstellungen hinzugefügt:

  • Site ID: 2, Domain: meineigenertest.blub, Primary: Yes
  • Site ID: 2, Domain: www.meineigenertest.blub, Primary: No

Wenn nun per Browser auf www.meineigenertest.blub     zugegriffen wird, wird zunächst auf meineigenertest.blub umgeleitet. Danach wird dann auf der URL meineigenertest.blub die Blogsite mit der Id 2 angezeigt.

 

Damit ist die Basisinstallation von WordPress als Multisite CMS erledigt. Danach kommen die jeweiligen Plugins und Themes. Bei trafficstarken Sites werden zusätzlich noch Plugins und Serverkomponenten installiert, die sich um die Performance kümmern.

Dies ist jedoch Gegenstand anderer Artikel.

 Weitere hilfreiche Informationen zum Betrieb von WordPress als CMS finden sich in folgenden Artikeln:

 

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Wirklich aktive und engagierte Leute sind Mangelware

Warum müssen alle wirklich wichtigen Dinge immer an fehlender Manpower hängen?
Mogis e.V. hat derzeit offenbar Probleme, aktive Helfer zu finden: https://plus.google.com/u/0/117024231055768477646/posts/ZEnPMhBFJLV

Und warum kommen solche Dinge immer zur selben Zeit?
Bei einem anderen Sache, aber viel weniger wichtigen Sache als Mogis, werde ich mangels aktiven Leuten (aber gefühlten Tausenden die mitreden und alles besser wissen wollen) in den nächsten Tagen auch ein Projekt stilllegen müssen…

Wenn ich in irgendein sozialen Netzwerk ein Aufreger-Stichwort loslasse, querdenke oder Katzenfotos poste, investieren Unmengen an Leuten ewig viel Zeit in Mails/Tweets/Kommentare/etc.
Aber wenn man nach konkreter, aktiver Hilfe fragt, kommt nichts… (außer vielleicht eine beleidigende Rückfrage).

Aber gleichzeitig wird man, obgleich man selbst einer der bei vielen Projekten gleichzeitig aktiven ist, noch von anderen angeflamt, dass man nicht auch noch hier und da hilft.

Dieser Artikel wurde erstmalig auf G+ publiziert.

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Make the world open and connected…

Leute, es nervt! Ich will ja niemand verbieten, bei Facebook zu sein. Jeder hat das Recht selbst zu entscheiden, was er oder sie mit seinen Daten macht.

Aber wenn dann eine Gruppe angelegt wird und diese dann willentlich für das anonyme Lesen für Nicht-Facebookuser gesperrt wird, dann finde ich das ziemlich daneben.
Ihr macht euch zu Erfüllungsgehilfen von einem Konzern dem es nur darum geht, Daten zu sammeln und zu verkaufen. Muss das wirklich sein?

Zynisch finde ich dann noch den Subtitel. “Make the world open and connected.” Jaja, aber dann die Anmeldung erzwingen.

Dieser Artikel wurde erstmalig auf G+ publiziert.

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Shitstorms,böse Tweets – Rassimusdebatten und ein Bärendienst

Shitstorms,böse Tweets – Rassimusdebatten und ein Bärendienst

Immer mal wieder tritt er ein, der Shitstorm im Twitter und anderen sozialen Netzwerken, bei der es darum ob jemand ein Rassist ist oder als solcher bezeichnet werden darf. Und ob es deswegen dann legetim sei, diesen zu unterstützen.
Mal wird das betreffende Opfer des Shitstorms, mal aber dreht sich dieser auch um auf den- oder diejenige, die ihn auslöste.

Im Falle von echten gemeldeten Rassismus kann dies natürlich auch eine der Strategien sein, um die Diskussion abzuwehren. Und den oder die Melderin schlecht zu machen.
Vgl: Wie wir echte Rassismusdebatten verhindern, http://hanhaiwen.wordpress.com/2012/03/30/wie-wir-echte-rassismusdebatten-verhindern/

Doch wir müssen vorsichtig sein. Gerade in sozialen Netzwerken!

Wenn jemand echten Rassismuss oder auch nur Alltagsdiskriminierung anprangert, wird dieser in der Tat leicht als Störer, Nervensäge, Berufsempörer, Buhmann oder Blockwart tituliert und angefeindet.

Die Frage die aber wesentlich ist, ist doch: Liegt wirklich Rassimus oder Alltagsdiskriminierung vor? (Ich mag mich hoffentlich durch diese Rückfrage nicht genauso verdächtig, ins obige Schema der Abwehrhaltung zu passen.)
Es kommt nun mal sehr häufig vor, dass sich Personen nicht richtig verstehen. Das aus dem Kontext gerissene Zitate falsch rüberkommen.

Jeder der schon Maildiskussionen hatte, weiß, was es schon anrichten kann, wenn an einer kritischen Stelle das Smiley-Zeichen fehlte. (Oder wenn der Empfänger der Mail dieses Zeichen nicht als Ersatzgestik erkannte). Ich kam bspw. durch eine Disput mit der Twitteruserin @sanczny zu diesem Thema. Wobei der Auslöser dann wiederum auf einen Shitstorm um eine Person zurückging, der für einige wegen unbedarfter Tweets als Rassist verurteilt wird.

Wie auch immer: Aus den kurzen, beiderseits ungehaltenen Tweets die wir einander zuwarfen kann sich jeder von uns beiden ein Bild des anderen aufbauen.
Und ich wette, jeder von uns beiden könnte anhand dieser Tweets und anderer Tweets die wir beide im Laufe der Twitternutzung irgendwann zu irgendeiner Sache schrieben, den anderen Rassismus nachweisen.
Jedenfalls könnten wir dieses Wort verwenden.
Unterstütze ich möglicherweise wirklich Rassisten, weil ich Menschen nach ihren Taten beurteilen will und Blabla im Twitter dagegen weniger Bedeutung zuordne? Oder ist @sanczny ein Rassist, weil sie Menschen auf 140 Zeichen reduziert und somit all dem Handeln und Menschsein einer Person, die sich eben nicht im Twitter wiederfinden als Unwichtig, als unwert, einstuft?
Und schon stecken wir in ein Dilemma, das oben so treffend beschrieben wurde. Wer ist Täter, wer ist Opfer? Wer ist Schuld? Wer wird gemobbt? Und wer urteilt am Ende?

Ich hab das Gefühl bei dem ganzen tun wir alle der ganzen Sachen einen Bärendienst.

Niemand von uns will Rassismus. Aber wir meinen doch eigentlich nicht den echten Rassismus, die echte Alltagsdiskriminierung und die tatsächliche Ausgrenzung?
All dieser Rassismus hat seine Wurzeln in Respektlosigkeit, in Intoleranz und in eigener Angst. Und begründet liegt er in Nicht-Wissen. Man kennt die Personen nicht, über die man sich aufregt. Man will sie mglw. gar nicht kennenlernen. Man kennt deren Kultur nicht, man kann sich nicht in diese rein versetzen.

Aber was tun wir?
Wir lesen ein paar Tweets. Die uns übel aufstoßen.
Von denen wir nicht wissen, unter welchen Bedingungen der Autor sie schrieb, in Rahmen welcher Antwort. Ob er dazu grinste oder gar ob er dabei weinte und verzweifelt war.
Erinnert ihr euch an den verzweifelten und frustrierten Tweet an Mohammed, den ein Saudi vor kurzem schrieb? Dieser Mensch muss nun um sein Leben fürchten, weil andere in seinen Tweet Gotteslästerung sahen. Wir hier im Westen verurteilen dies. Zu recht.

Aber gleichzeitig sehen auch hier einige nur die aneinandergereihten Worte bei bösen Tweets. Aber niemand sieht in den Kopf des Autoren.
Trotzdem maßen auch wir uns an, einen Urteil über diese Personen zu bilden. Aus 140 Zeichen. Ist das nicht auch eine Form von Rassismus? Nicht einer der gegen “Rassen” geht, sondern gegen Geisteshaltungen und Gefühlslagen. Wir verurteilen Menschen, die in was auch immer für einer Situation einen Bockmist in 140 Zeichen schrieben; Oder sei es gar eine ganze Mail oder auch einen längeren verzweifelten Brief wie das jener 51 Tatortautoren.

Ich schweife ab.
Worauf ich hinaus wollte war der Bärendienst. Wir verzetteln uns mit der Reaktion auf Tweets, E-Mails oder Blogartikeln, die missverständlich sind oder hetzend und rassistisch wirken. Und in unserer Aufregung und unserer vor uns selbst gerechtfertigten Wut verdammen und verurteilen wir diese. Wir verweisen darauf, daß kein Schritt zurückgewichen werden darf. Das dem Hass kein Weg bereitet werden darf und das die Anfänge gewehrt werden müssen.
Aber laufen gleichzeitig nicht die echten Rassisten feixend an uns und unserem aktuellen Objekt des Streites vorbei um ungestört und außerhalb unserer Wahrnehmen weiter ihr tun zu treiben?
In Tweets, Blogs und Mailinglisten wir gestritten wie als ob wir alle Mitglieder in einer Micronation sind. Die Realität dagegen, die echten Taten, die werden ausgeblendet?

Während in Bayern sich Piraten und deren Sympathisanten aufregen über einen Hausmeisterposten (!), gehen die skandalösen Zustände in bayrischen Unterkünften für Asylbewerber weiter.
Weiter geht auch die rigide Politik des Freistaats gegen Asylbewerber oder andere Opfer von Verfolgung. Man braucht nun nach den beiden Stichworten “Ausländeramt Bayern” zu suchen. Hier, aber auch anderswo kommt es zu wirklich gravierenden Formen der Alltagsdiskriminierung.
Dagegen aber gibt es kaum ein Protest.

Warum? Weil die Täter etwa nichts darüber tweeten? Weil diese sagen, dass sie es so und so tun müssen (z.B. Abschiebungen), weil es so im Gesetz steht?

Und bereiten wir nicht genau durch unser Wegsehen auf die wirklich Probleme denen ein Boden? Wenn wir gar sagen: Wir wollen den Menschen gar nicht kennenlernen, die Tweets reichen, sind wir dann nicht genauso schlecht, wie die echten Rassisten, die aus Unwissenheit über andere Menschen diese ausgrenzen?
Wo ist da die Grenze?

Wir müssen aufpassen, wie wir selbst handeln. Der Angst vor Rassismus darf nicht dazu führen, dass wir selbst das werden wovor wir Angst haben.

Der Weg in die Hölle ist gepflastert mit guter Vorsätzen. Der Vorsatz “Keinen Fußbreit dem Rassismus” sollte daher nicht dazu führen, dass wir Menschen Ausgrenzen, die wir nicht verstehen oder nicht mögen.
Wir müssen das Gegenteil tun.

Unser kürzlich gewählter Bundespräsident sagte zu dem Thema einen richtigen Satz: “Euer Hass ist unser Ansporn.”

Und genauso sollten wir es handhaben. Nicht Ausgrenzen, sondern reden. Kennenlernen! Überzeugen! Umarmen!
Oder als Pirat: Mehr flausch und weniger Hass.

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Böses Eichhörnchen..

Böses Eichhörnchen…

Die Frage ist: Handelt es sich um ein transsexuellen Eichhörnchen, welches auf einen fanatischen Begriffspaladin traf (http://tinyurl.com/dieliga) ?
Der Paladin hat es natürlich nicht geschafft, das Eichhörnchen vorm enrage zu töten. Wie auch. Intolleranz scheint zwar immer stark zu sein und versteckt sich oft unter einer glänzenden Aura der Rechtfertigkeit; Aber wenn man dann nachbohrt, steckt dahinter meist nicht viel…

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Dieser Artikel wurde erstmalig auf G+ publiziert.